Penglipuran - Besakih - Klunkung

Ausflug Nr. 6 – ein Tag Richtung Osten

 

Programm

 

  • 08:30 : Abfahrt von der Balam Bali Villa 
  • 10:00: Besichtigung des Dorfes Penglipuran
  • 11:30: Abfahrt nach Besakih
  • 13:00: Ankunft in Besakih, Mittagspause in einem schlichten lokalen Restaurant, danach Besichtigung der Tempel
  • 15:00: Abstieg in Richtung Klungkung, Besichtigung des schwimmenden Pavillons und des Gerichtshalle
  • 18:30: Ankunft in der Villa

 

Was Sie wissen sollten

  • Die Preise beinhalten ausschließlich den Transfer im Auto, Hin- und Rückfahrt
  • Sie beinhalten weder die Dienste eines Guide noch die Essen oder Eintrittsgelder zu den Sehenswürdigkeiten
  • Wir stellen Ihnen für jeden Ausflug einen Sarong zur Verfügung
  • Für Besakih wird Ihnen ein französischer oder englischer Guide empfohlen. Der Preis wird mit dem Guide vor der Besichtigung ausgehandelt und wird von den Teilnehmern direkt beglichen. In der Größenordnung von 5 USD pro Person

 

Karte der Rundfahrt

 

 

Das Dorf Penglipuran

 

Dieses schöne Dorf wurde zur Haupttouristenattraktion erklärt und profitiert daher von einer sehr gelungenen Restaurierungskampagne. Etwas zu viel vielleicht? Man könnte meinen, das Dorf wäre in ein Einmachglas gesteckt worden, damit es nicht angefasst oder beschmutzt wird. Zu sauber, zu geleckt vielleicht.... aber toll! Merken Sie sich, dass wenige Leute hierher kommen und es auch in keinem Guide zu finden ist, was ungerecht ist. In der Tat handelt es sich, zusammen mit Tenganan im Osten der Insel, um das einzige Dorf, das seine Gestalt und seinen Rahmenentwurf seit über Tausend Jahren intakt gehalten hat. In Sachen Restaurierung des Dorfes gibt es hier auch nicht mehr Übereifer als in den Dörfern des Périgord oder des Elsass. Die grandiose Allee von beiden Seiten von Häusern gerahmt führt zum wunderschönen Tempel. Von dieser auf Bali einzigartigen Perspektive und den mit Moos bewachsenen Wänden und außergewöhnlichen mit Bambus gedeckten Dächern geht Magie aus. Die Straße hebt sich stufenweise. Dies sind auch Stufen, um sich zum Heiligen zu erheben. Keine Autos: ein Luxus auf Bali, den man nicht missen sollte.

Das Dorf war immer schon auf die Verarbeitung von Bambus spezialisiert, den die Dorfbewohner mit großer Kreativität verwenden. In Penglipuran macht man die besten geflochtenen Bambuskörbe, die berühmten Opferkörbe. Man macht außerdem erstaunliche Bedachungen, die in ihrer Schönheit auf ganz Bali ihresgleichen suchen. Zugegeben, alles wirkt etwas starr. Die Bewohner laden Sie in ihre Häuser ein, in der Hoffnung Ihnen einen Korb zu verkaufen. Die jungen Leute sind fort, da sie hier keine Zukunft sehen, selbst als Touristenführer nicht. Die meisten der Gruppen, wenn es welche gibt, kommen mit einem eigenen Guide.

 

Penglipuran scheint um das Jahr 700 gegründet worden zu sein! Seine Lage ist besonders: Das Dorf liegt exakt am Fuße des Batur, ganz im Norden und genau im Westen des Agung. Die Ausrichtung des Dorfes war daher ein großes Problem bei der Gründung. Indem man sich zum Batur orientierte beleidigte man Agung und umgekehrt! Eine originelle Lösung wurde überlegt: Das Dorf im Ganzen orientiert sich am Batur. Die Straße erhebt sich tatsächlich ganz in den Norden. Am höchsten Punkt der Straße, also an der heiligsten Stelle, wurde der Tempel gebaut, der die Straße abschließt. Es ist das einzige Dorf, das perspektivisch angelegt ist.


Das Dorf teilt die Form der kleinen Tempel, die man überall auf Bali findet: ein Sockel, der die Welt der Toten ist (der Friedhof und das Einäscherungsfeld, der unreine Ort), ein langer Pfeiler, der die Welt der Menschen ist und letztendlich der an der Spitze stehende Tempel, der die Welt der Götter ist. 

Um den Agung nicht zu erzürnen, hat man die religiösen Stätten aller Häuser auf den Agung ausgerichtet. Wenn man die Häuser besichtigt, sieht man ganz genau, dass die Familientempel alle zum großen Vulkan hingewendet sind.

Die Zahl der Häuser ist unveränderlich: 76 große Familien leben im Dorf. Wenn ein Haus für eine Familie, die sich vergrößert hat, hinzugefügt werden muss, wird nach  hinten hinaus erweitert, indem das „Mutterhaus“ verlängert wird. Jede Familie besitzt  ca. einen Hektar Bambuswald des enorm großen Gemeinschaftwaldes, aus dem auch die Rohre für generelle Bauarbeiten entnommen werden, z. B. für die kürzliche Generalsanierung des Tempels. Vor dem Tempel sieht man ein schönes großes öffentliches Haus, indem sich die verheirateten Männer des Dorfes versammeln oder die Opfergaben für die großen Zeremonien im Tempel vorbereitet werden.

Dieser große Tempel, der in einem Sarong zu besichtigen ist, ist von großer Schönheit. Seine mit Bambus gedeckten Dächer sind hinreißend. Ein Pavillon auf der linken Seite verdeckt hinter seinen Bambusvorhängen (diskret hochheben) ein tolles Gamelan aus Metall. Die heiligen Altäre sind unzählbar. Darunter ist ein mysteriöser, der einen runden seltsamen Stein trägt. Die Dorfbewohner scheinen den Sinn dieses Steins vergessen zu haben, dessen Verehrung auf prähistorische Zeiten oder auf die Gründungsperiode des Dorfes vor mehr als 1300 Jahren zurückgehen muss.

 

 

Der Bambuswald

20-minütiger Spaziergang


Wenn Sie vor dem Tempel stehen, gehen sie nach rechts und nehmen Sie die kleine Straße und folgen Sie ihr hinauf. Nach ungefähr 150 m sieht man eine gepflasterte Allee die geradeaus in den Bambuswald hineinführt, während die Straße links abbiegt. DEN BAMBUS NICHT BERÜHREN, die cremefarbenen Sektionen sind bedeckt mit stechenden Mikroorganismen. Folgen Sie dem Weg in diesen seltsamen Wald, man biegt langsam links ab und kommt wieder auf die kleine Straße. 

 

Gehen Sie an der Kreuzung ein paar Meter die Straße hinunter. Links sieht man einen mit Moos bedeckten Pfad, der am Eingang von Opfergaben geschützt wird. Er führt zu einem der mysteriösesten Tempel Balis: dem Erdtempel. Nach ca. 20 m erreicht man den Rand eines 5 x 5 m großen, von einer Hecke umschlossen Quadrats, das in der Mitte zwischen den Büschen eine kleine Öffnung hat. Dort liegt der Tempel! Ein leeres Quadrat, in dem sich unglaubliche Kräfte sammeln. Es ist niemandem gestattet hier einzutreten, nur demjenigen, der Opfergaben mitbringt. Manche haben hier jeglichen Orientierungssinn verloren und den Ausgang nicht mehr gefunden. An diesem Quadrat betet man den Geist der Erde an und manche geben sich hier der Schwarzen Magie hin, um ihren Feinden in der Familie oder im Dorf zu schaden.... Kehren Sie auf den Bambusweg zurück und folgen Sie der Straße, bis man die Wand der Schutzmauer des Tempels sehen kann: Sie sind zurück in Penglipuran. 

 

Mit Penglipuran entdeckt man nicht nur ein Dorf, das sich durch seine Schönheit auszeichnet, sondern man kommt auch mit der Geschichte Balis in Berührung, da die Insel mehr und mehr hinduistisch wird. Gleichzeitig hält man aber auch an einem Geisterkult fest; eine Mischung, die ein spirituelles Abenteuer darstellt und in der Welt der Menschen einzigartig bleibt

 

 

Im Muttertempel Besakih

 

Die nächste Etappe der Reise führt uns über eine sehr malerische Straße bis zu den Tempeln von Besakih. Entlang der Straße können Sie die Spezialität der Dörfer sehen: den Bau von Altären für Tempel, besonders für Haustempel, aus vergoldetem und verziertem Holz. Ankunft in Besakih. Hier befindet sich das wichtigste Heiligtum der Insel. Es handelt sich um ein Ensemble unzähliger Tempel, die großen Familiendynastien Balis gewidmet sind sowie ein Ensemble von „allgemeinen“ Tempeln die der Hindu-Trinität gewidmet sind: Brahma, Shiva, Vishnu.

Um diese Tempelstadt zu verstehen, empfehlen wir ihnen wärmstens einen offiziellen Guide zu engagieren. Zum einen werden Sie, nachdem Sie erstmal einen gewählt haben, nicht von weiteren, sich anbiedernden Guides belästigt. Zum anderen sind zusätzliche Informationen hilfreich, um die Komplexität dieses Ortes zu verstehen, der für die Balinesen der wichtigste Ort der Insel ist. Passen Sie auf, entgegen der Behauptung der Guides, gibt es keine Guide-Pflicht. Es gibt französische und englische Guides. Leider muss man sagen, dass die Annäherung an den Tempel unangenehm ist. Es wird außerdem empfohlen, seinen Sarong schon parat zu haben, um das Anpreisen der Händler im Tempel zu umgehen. 

Wenn Sie einen Guide gewählt haben, wird Sie dieser einige Meter in den Tempel mit hinein nehmen, an den Rand des Ortes, wo die Gebete stattfinden und wo die Anwesenheit Fremder toleriert wird. Nähern Sie sich nicht den Gläubigen, um Fotos zu machen! Halten Sie Abstand und respektieren Sie die Heiligkeit des Ortes. Unser Plan zeigt Ihnen den Weg, den Sie gehen sollten, wenn Sie ohne Guide unterwegs sind.

Temple BesakihKurz hinter dem Eingang ins Heiligtum sieht man eine beeindruckende Ansammlung von Stufen, die zum Haupttempel hinauf führen. Normalerweise gehen die Balinesen nach dem Gebet in riesigen Gruppen diese Stufen hinunter, nachdem sie über die seitlichen Gängen hinaufgegangen sind. Diese Balinesen kommen sehr oft in Lastwagen an. Manchmal sind es um die 50 Balinesen, die sich auf die Ladefläche quetschen. Es ist ein rührendes Schauspiel, wenn anlässlich der Zeremonien die Wagenklappe aufgeht und man die prachtvollen, ganz in weiß und mit Sarong bekleideten Balinesen und die nicht weniger prachtvollen, die Ihre Opfergaben tragen, aussteigen und zum Haupttempel strömen sieht. Dieser Tempel, der Pura Pentaran Agung, ist Shiva gewidmet. Man glaubt fälschlicherweise (und die Guides machen diesen Fehler auch), dass man hier die Hindu-Trinität verehrt, was man auf die drei Throne auf dem Hauptaltar des Heiligtums zurückführt. Tatsächlich ist der Tempel allein Shiva gewidmet und die drei Throne des Hauptaltars repräsentieren die drei Manifestationen des Gottes Shiva. Man kann in den Tempel nicht hinein gehen, aber man sehen, was darin passiert, wenn man die Allee nimmt, die links die riesige Treppe hinaufführt und über die Mauer schaut (es ist nicht schockierend).

 

Das Heiligtum selbst stellt eines der Elemente der Hindu-Trinität dar. Sie wird umgesetzt mit diesem Tempel (Pura Penataran Agung) für Shiva, dem Tempel Pura Kiduling Kreteg (rechts) für Brahma und dem Tempel Pura Batu Madeg (links) für Vishnu. Diese Tempel wiederholen auf der heiligsten Stufe der Insel die Struktur der Tempel in den Dörfern mit dem Pura Puseh (Nabeltempel), dem Pura Desa (Dorftempel) und dem Pura Dalem (Unterwelttempel). Die drei Tempel von Besakih sind also wie die Dorftempel, aber auf der Stufe der ganzen Insel. Es sind also die Bewohner der ganzen Insel, die während der großen Zeremonien, die mehrere Wochen dauern können, hierher kommen. Aufgrund der Vereinigung der Kalender finden manche Zeremonien nur einmal alle hundert Jahre statt. Diese drei Tempel sind außerdem die Haupttempel, der große Trinitätstempel repräsentiert die Mitte, der Kiduling Kreteg den Süden, der Batu Madeg den Norden und der Gelap den Osten. Der Tempel Ulun Kulkul markiert den Westen. Es ist einer der ersten, dem man links begegnet, wenn man die große Prozessionsallee hinaufgeht.


Die drei großen Tempel repräsentieren auch jeweils ein Element:

  • Der Shiva gewidmete Pura Pemataran Agung symbolisiert den Wind (die Zerstörung)
  • Der Vishnu gewidmete Pura Batu Madeg symbolisiert das Wasser. Er wird besonders stark von Landwirten besucht
  • Der Brahma gewidmete Pura Dangin Kreteg symbolisiert das Feuer (Schöpfer)


Eine sehr angenehme und symbolische Art die Anlage zu besichtigen ist, eine Tour der vier Haupttempel zu machen und mit dem wichtigsten Tempel in der Mitte, der Shiva gewidmet ist, zu enden. Diese Tour wird Sie zu den Tempel führen, die Brahma und Vishnu gewidmet sind und nur von sehr wenigen Touristen besucht werden, die sich in der Regel mit einer zu oberflächlichen Tour abfinden. Mit dem Plan, den wir diesem Text anhängen, können Sie alle diese Tempel sehen. Sie würden es so machen wie de Balinesen, denn jeder Bezirk der Insel gehört zu einem der Tempel und viele Balinesen suchen diesen auf. Um die allgemeinen Tempel herum gibt es noch viele Tempel, die großen Familien der Insel gewidmet sind, insbesondere auf der rechten Seite, wenn man vor der Treppe des Hauptheiligtums steht. Wenn Ihr Guide einen Familientempel hat, fragen Sie ihn, Sie dorthin mitzunehmen, um dort zu beten. Erlernen Sie die sehr schöne Art zu beten, mit einer Blüte zwischen den Händen. Selbst als Agnostiker oder Atheist ist dies sehr fesselnd.

Der am höchsten gelegene Tempel, der Pura Gelap, ist sehr seltsam. In die schwarze Lava geschlagen, hat er etwas Beunruhigendes. Eine Treppe, die von einem spektakulären Geländer in Form eines Drachens gerahmt wird, führt zum Heiligtum. Er liegt häufig im Nebel, was seine mysteriöse Aura verstärkt. Achtung, gehen Sie nicht weiter als bis zum ersten Hof in der Höhe der Treppe. Wenn Ihr Guide darauf besteht, Sie weiter hinaufzuführen, weigern Sie sich!

Mit etwas Glück sehen Sie von hier aus, wie sich die gesamte Tempelanlage gegen den Agung drückt, dessen Gipfel so ruhig erscheint. Nach unten hin erstreckt sich der Blick über das Meer. Die Einwohner von Besakih sind die einzigen Balinesen, die sich begraben lassen, da die Verbrennung in der Umgebung der Tempel verboten sind. Das Verbrennen verursacht Unreinheit und der Rauch könnte das Heiligtum erreichen, was undenkbar wäre. Die Einwohner begnügen sich damit, einen „Dummie“ zu verbrennen. 

 

 

Die Gerichtshalle von Klungkung

 

Auf der Rückfahrt bieten wir einen Stop in der alten Hauptstadt des Königreiches an, wo der Taman Gili noch steht. Die beiden Gebäude sind die letzten Überreste eines großangelegte Palastes, der 1908 nach dem kollektiven Selbstmord der gesamten Königsfamilie und des Hofes von den Holländern zerstört wurde. Der berühmteste Pavillon dieses Ensembles ist nicht etwa der größte, der auf dem Wasser schwimmt (Bale Kambang), sondern der kleinste an der Ecke der Gerichtshalle, der Kerta Gosa genannt wird. Dieses Bale beinhaltet auf der gesamten Innenfläche des Daches traditionelle balinesische Gemäldezyklen. Auch wenn sie mehrmals abgenommen und restauriert wurden, stellen sie ein einzigartiges Monument der Insel dar. Es scheint als sei der Pavillon der Besprechungsraum gewesen, in dem der König und die Priester sich versammelten und die Interessen des Königreiches diskutierten. In der Folge wurde der Saal zur Gerichtshalle umfunktioniert. Die auf über 267 Tafeln verteilten Bilder sind vom Mahâbhârata und indischen Fabeln inspiriert. Das Ensemble diente dazu, über die Bestrafungen aufzuklären, die man bei schlechter Führung erfahren wird.

Das große Bale, das inmitten eines Wasserbeckens liegt, ist das Bale Kambang, oder der schwimmende Pavillon. Die Holzstruktur des Gebäudes wurde in den 1940er Jahren erneuert. Die Deckengemälde zeigen Szenen der balinesischen Mythologie, insbesondere Szenen aus dem Leben eines buddhistischen Heiligen, Sutasoma, der seine Stärke zeigte, ohne jemals aggressiv zu werden.

Das Museum, das eine Seite der Anlage abschließt, kann man vergessen. Sein Zustand ist Mitleid erregend. Nur ein Modell des Palastes ist interessant. Es lässt den großen Verlust an Kulturgut erahnen, der von den Holländern vor kaum hundert Jahren während des Krieges gegen das Königreich Bali verursacht wurde. 

 

Currency Converter by Oanda